Ist ein süßes zweites Frühstück das Ende aller Abnehm – Erfolge?

Abnehmen braucht Disziplin, dass ist bekannt. Wie viel Disziplin – und vor allem, wann diese Disziplin am wichtigsten ist, dazu führten Forscher jetzt eine Studie durch und fanden heraus, dass Naschen zwischen dem Frühstück und dem Mitagessen besonders gefährlich ist.

Das Gewicht sinkt langsamer als ohne Snack

Die Wissenschaftler des Fred Hutchinson Cancer Research Centers in den USA beobachteten über ein Jahr die Auswirkungen von Snacks auf den Gewichtsverlauf von Probandinnen, die sich in einer Diät befanden. Die Untersuchungen ergaben, dass die Frauen, die morgens naschten im Schnitt 7 % des eigenen Körpergewichts verloren, die anderen mehr als 11%.

Die Einzelheiten zu der Abnehm – Studie:

Beteiligt an der Studie waren 123 Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren. Der Diätplan bestand aus einer kalorienreduzierten Ernährung (je nach Ausgangsgewicht zwischen 1200 und 2000 kcal täglich), kombiniert mit 45 minütigen Trainingseinheiten an 5 Tagen pro Woche. Der Zeitpunkt, wann die Frauen die Kalorien zu sich nahmen, wurde ihnen überlassen. Allerdings mussten die Probandinnen über die Zeitpunkte, wann sie welche Mahlzeiten und Snacks zu sich nahmen, protokollieren. Diese Daten wurden am Ende der abgefragt.

Warum ist der Morgensnack laut den Wissenschaftlern so fatal?

Das Problem am zwischendurch essen ist laut den Forschern nicht der Zeitpunkt, sondern die kurze Zeitspanne zwischen Frühstück und Mittagessen. Nach einem ausreichenden Frühstück waren die Probandinnen so gesättigt, dass eine Zwischenmahlzeit aufgrund von Hunger nicht notwendig war. Die Lebensmittelauswahl fußte also allein auf dem Appetit; Und das führte zu der Wahl der falschen Lebensmittel. Das Problem ist also nicht die Kalorienmenge – die war bei allen Probandinnen gleich – sondern das unüberlegte Essverhalten, das die Diät und alle Fortschritte sabotiert hat.

…und der Umkehrschluss?

Der Umkehrschluß gilt ebenso: Wenn sich die Probandinnen trotz Hunger Zwischenmahlzeiten verkniffen, dann wählten sie bei der nächsten Mahlzeit schlechtere Lebensmittel – Alternativen als die Testpersonen, die auf ihr Hungergefühl hörten und die sich eine Zwischenmahlzeit gönnten. Die Studie zeigte, dass Frauen, die die Zeit zwischen Mittag- und Abendessen (immerhin 5 Stunden und mehr) durch einen Nachmittagssnack unterbrachen, eher zu Obst und Gemüse als Nachtisch griffen als solche. die sich mit übermäßigem Hunger an den Tisch setzten.

Fazit: Snacks bringen die Diät voran, wenn sie notwendig sind

Wenn die Hauptmahlzeiten mehr als 5 Stunden auseinander liegen, dann kann eine Fettarme und Proteinreiche Zwischenmahlzeit dafür sorgen, dass zu den Mahlzeiten gesündere Lebensmittel verzehrt und eine Diät länger durchgehalten wird. Der Unterschied der Ergebnisse bezüglich Gewichtsverlust sind immerhin 4 % innerhalb eines Jahres. Das klingt erstmal nicht viel, aber vergleicht man die absolute Zahl (7 % gegenüber 11 %), dann hätte die naschende Gruppe immerhin fast 50% ihres Ergebnisses besser sein können.