Gesundheitsschädliches Übergewicht

Immer mehr Menschen leiden an Übergewicht und schaden damit ihrem Körper. Aber wann hat man zu viele Pfunde auf dem Leib? Einen groben Richtwert kann der Body Mass Index, kurz BMI, geben. Mit ihm können Erwachsene ermitteln, ob sie das optimale Gewicht für ihre Größe haben.

Der BMI veranschaulicht das Verhältnis zwischen der Körpergröße und dem Körpergewicht und ermittelt einen Wert zur Diagnose des eigenen Körpergewichts. Dieser Wert ergibt sich aus dem Körpergewicht in kg dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (m²). Das heißt, eine Frau, die 60 Kilogramm wiegt und 1,70 m groß ist, hat einen BMI von 21 (20,76).

Wer einen BMI unter 18,5 hat, gilt als untergewichtig. Ein Wert zwischen 19 und 25 ist als normal anzusehen, während ein Body Mass Index von 25 bis 30 schon als übergewichtig zählt. Alles darüber hinaus ist Fettsucht (Adipositas). Der Nachteil an dieser Berechnung ist, dass hier nicht auf die individuellen Eigenschaften, wie den Knochenbau und die Zusammensetzung von Muskel- und Fettgewebe, eingegangen wird. So hat ein Sportler oder auch ein Bodybuilder einfach mehr Muskelmasse, die deutlich mehr als Fettgewebe wiegt, jedoch ist der eigentliche Fettanteil relativ gering. Deshalb kann der BMI Wert auch nur als ein ungenauer Richtwert angesehen werden.

Letztendlich kommt es gar nicht so darauf an, wie viel Kilos auf der Waage erscheinen, sondern wie hoch der Körperfettanteil ist. Je mehr man davon hat, umso höher ist die Gesundheitsschädigung bis hin zur Gesundheitsgefährdung. Denn Übergewichtige bekommen häufig Diabetes, Rückenleiden und Herz – Kreislauf – Erkrankungen. Wer also darauf achtet, dass nicht überall Fettpölsterchen entstehen und zusätzlich sein Body Mass Index im Rahmen liegt, kann auf der sicheren Seite sein. Man sollte lernen, auf seinen Körper zu hören, um Veränderungen so schnell wie möglich wahrzunehmen. Wer in der Grillsaison jeden Tag einen gegrillten Schweinebauch isst und kaum Sport macht, wird sicherlich einen höheren Körperfettanteil haben, als ein durchtrainierter Athlet, der auch ab und zu mal sündigt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich vom Arzt durchchecken. Ein Belastungs – EKG gibt außerdem noch Auskunft über etwaigen Bluthochdruck und was man seinem Körper zumuten kann. Denn wer sich unwohl in seiner Haut fühlt und nicht mehr ohne Schnaufen durch die Stadt gehen kann, hat definitiv Übergewicht. Hier hilft eine ausgewogene Ernährung und Sport. Aber nicht jede sportliche Betätigung ist gut für Übergewichtige. Wer zu viele Kilos auf dem Körper hat, schadet auch indirekt seinen Muskeln, Sehnen und Gelenken. Deshalb sollte auch auf Hüpfen und Joggen verzichtet werden und anfangs mit Radfahren, Schwimmen und Walking begonnen werden.

Übergewicht ist also nur dann gesundheitsschädlich, wenn der Fettanteil im Körper zu hoch ist und die Cholesterinwerte und ein zu hoher Blutdruck bestehen. Fettpölsterchen an Po, Beinen und Hüfte müssen noch kein Grund zur Beunruhigung sein, sondern können lediglich das Selbstwertgefühl beeinflussen. Jeder muss für sich entscheiden, ob und wie er diesen Rundungen den Kampf ansagt.