Fast Food

Die Definition des Begriffes Fast Foods ergibt sich bereits aus der Übersetzung: schnelles Essen. Damit ist also hauptsächlich die Nahrungsaufnahme in einem Schnellimbiss gemeint. Es werden Lebensmittel zu sich genommen, die schnell und einfach zubereitet werden können, so dass die Zeitspanne zwischen der Bestellung und dem Erhalt der Ware in der Regel weniger als zehn Minuten liegen.

Und genau diese Zeit, die die Zubereitung in Anspruch nimmt, steht beim Fast Food weit mehr im Vordergrund als die verwendeten Lebensmittel, die Anzahl der beinhalteten Kalorien oder die Nährwerte der Mahlzeit. Meist findet die Zubereitung zeitsparend in Fritteusen, auf Grills oder in Mikrowellen statt, ohne dass es eines Herdes oder Kochplatten bedarf. Die Ausgangsprodukte dabei sind meist Tiefkühlwaren oder (halb)fertige Produkte, die es nur noch zu erwärmen gilt. Häufig kommen dabei Zutaten wie Weizenmehl, Pflanzenfette und Zucker zum Einsatz, wodurch die Kritik der Experten, dass es sich bei dieser Art Nahrung um Lebensmittel mit einem extrem geringen ernährungsphysiologischen Wert handelt, durchaus berechtigt ist.

Doch nicht nur die Zubereitungszeit der Mahlzeit wird bei dem Fast Food äußerst gering gehalten, sondern auch die Zeit zum Essen. Dies geschieht gerne auch im Stehen oder gar im Gehen. Das alleine ist bereits ungesund, hinzu kommt auch noch, dass Fast Food so zubereitet wird, dass man es kaum mehr kauen braucht. Doch gerade der Speichel, der beim häufigen Kauen gebildet wird, ist es, der für die Verdauung notwendig ist. Auch nimmt man beim schnellen Essen sehr einfach mehr Nahrung zu sich, als man eigentlich benötigt. Zum einen, weil man zu schnell isst, zum anderen aber auch, weil der geringe Gehalt an Ballaststoffen  dem Körper kein Sättigungsgefühl vermitteln kann. Diese erhöhte Nahrungsaufnahme schlägt sich wiederum auf die Verdauung, aber auch auf das Körpergewicht aus.

Sehr selten wird Fast Food in der herkömmlichen Gastronomie angeboten, stattdessen an Theken, im Straßenverkauf, in Schnellrestaurants und inzwischen durchaus auch im Lieferservice. Auch wird Fast Foods gerne über Drive In Schalter an Autofahrer verkauft, die es besonders eilig haben.

Daher dient Einmalgeschirr oder Wickelpapier als Verpackung für die Speisen. Diese wiederum sind schädlich für die Umwelt. Ebenso kritisieren Umweltschutzorganisationen, dass die bereits fertiggestellten Produkte enorme Transportwege zurücklegen müssen, auf denen sehr viel Energie verbraucht wird. Zudem benötigt auch die Lagerung von TK – Ware Energie.

Typische Gerichte aus der Kategorie Fast Food sind Burger, Pommes, Pizza, Döner, Fish & Chips, Chicken Wings, Hot Dogs, Sandwiches und jede Art von Würsten (Currywurst, Bratwurst, Brühwurst etc.).

Häufiger Konsum von Fast Food Produkten führt zu Symptomen einer Fehlernährung, vor allem aber zu Übergewicht. Doch auch Diabetes Typ II, eine höhere Belastung von Niere und Leber, Stoffwechselprobleme und durch Nahrungsmittelzusätze, etwa Konservierungsmittel, ausgelöste Allergien können die Folgen eines erhöhten Fast Food Konsums sein.

Auch ist als Nachteil dieser Lebensmittel zu nennen, dass kaum Vollwertprodukte oder Bio – Erzeugnisse angeboten werden. Auch Speisen für Vegetarier oder Diabetiker sind sehr selten zu finden.

Doch wäre diese Nahrungsform nicht eine der beliebtesten, wenn es nur direkte und indirekte Nachteile gäbe.

Neben der geringen Zeitintesität, die die Zubereitung und Darreichung der Lebensmittel aus dem Fast Food Bereich mit sich bringt, sind es auch die traditionellen Sitten, wie das Essen mit Messer und Gabel, auf die beim Verzehr weitestgehend verzichtet wird, die viele – vor allem junge Menschen – ansprechen.

In der Anfangszeit des Fast Foods verkörperte diese den American Way of Life – die amerikanische Art zu leben und wurde so immer beliebter. Wer nun glaubt, dass Fast Food lediglich von den großen multinationalen Konzernen angeboten wird, der irrt. Denn auch kleine Ketten und sogar Familienbetriebe und Einzelpersonen sind in diesem Markt vertreten.

Auch im Markt des Fast Foods gibt es Wettbewerbe und Konkurrenz. Diese werden meist über die Preise geführt oder spezielle Angebote. Beliebt dabei sind die Kampagnen a la „Dieses Angebot gilt nur noch drei Tage“ oder „ Diesen Burger bekommen Sie nur noch bis zum 30. diesen Monats“ – denn durch diesen zeitlich begrenzten Rahmen kommen die Kunden häufiger. In vielen Fällen auch dann noch, wenn das Angebot bereits nicht mehr aktuell ist. Eine weitere Werbemaßnahme sind Postwurfsendungen in den Briefkästen und in den letzten Jahren auch immer häufiger TV – Werbespots, in denen gut aussehende, schlanke Menschen Werbung für Fast Food machen.

Oftmals wird Fast Food mit dem Begriff Junk Food gleich gesetzt. Dieser Begriff wiederum wurde Ende der 1970er Jahre durch Larry Groce´s Song „Junk Food Junkie“ etabliert. Übersetzt bedeutet Junk Food minderwertiges Material. Damit sind insbesondere die extrem salzigen, zuckerhaltigen oder fettigen Lebensmittel wie Chips, Pommes, Süßigkeiten und Limonaden gemeint. Doch auch Fast Food wie Burger und Hot Dogs sowie auch hochkalorische Fertigprodukte gehören in die Kategorie des Junk Foods.