Fakten und Mythen über´s Abnehmen

Heut zu Tage ist der Begriff Abnehmen in aller Munde. Kaum einer, der noch nie in seinem Leben Abnehmen wollte oder über eine Diät nachgedacht hat. Doch genau das ist auch der Grund dafür, dass es unzählige Mythen über das Abnehmen gibt, von denen sich der eine oder andere Mythos auch tatsächlich als Fakt entpuppt.

Light – Produkte

Viele Menschen denken, dass wenn sie Light – Produkte zu sich nehmen, die Pfunde automatisch verschwinden. Zwar sind in den Light Produkten bis zu 50 Prozent weniger Kalorien beinhaltet, doch werden diese durch Süßungsmittel und Zusatzstoffe wieder ausgeglichen. Diese sind meist ungesund und teilweise regen sie sogar den Appetit an. Dadurch wird mehr davon gegessen und der Effekt, den die reduzierte Anzahl an Kalorien bringen soll, ist zu Nichte gemacht.

Mit Light Produkten einfach abnehmen zu können ist eindeutig ein Mythos!

 

Den Körper die Temperatur regeln lassen

Wer hätte das gedacht? Durch die Nutzung einer Klimaanlage ist die Gefahr des Zunehmens erhöht. Denn dadurch, dass die Raumtemperatur künstlich auf dem immer gleichen Niveau gehalten wird, wird vom Körper kaum Energie verbrannt. Müsste der Körper jedoch seine Temperatur selber regulieren, weil es im Winter deutlich kälter im Zimmer ist als im Sommer, würde dies den Energieverbrauch ankurbeln.

Durch Klimaanlagen zunehmen ist daher ein Fakt!

 

Fruchtsaft

Ein gekühlter Orangensaft zum Frühstück, ein leckerer Apfelsaft hier und ein weiterer Fruchtsaft da – wer denkt, dass er sich so gesund und kalorienarm ernährt, der täuscht sich. Denn Fruchtsäfte enthalten nicht weniger Kalorien als Softdrinks wie Cola oder Limonade. Sie enthalten zwar Vitamine, können aber dennoch nicht als Ersatz für frisches Obst zu sich genommen werden, da in den Säften keine Nahrungsfasern mehr vorhanden sind. Wer dennoch seinen Saft nicht weglassen möchte, sollte diesen als Schorle zu sich nehmen, am besten im Verhältnis ein Drittel Saft, zwei Drittel Wasser.

Mit Fruchtsäften abnehmen zu können ist eindeutig ein Mythos!

 

Die Gene

Wie oft hört man sagen, dass die Gene an ihrem Gewicht Schuld sind? Wer tatsächlich glaubt, es sich so leicht machen können, wird leider nicht mit einem „Ist´s a fact“ belohnt. Denn Genforscher konnten zwar einige Veränderungen an den Genen von adipösen Menschen im Vergleich zu normal gewichtigen feststellen, jedoch ist diese Veränderung allein nicht ausschlaggebend für Übergewicht. Denn mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung kann auch ein Mensch mit einer solchen Gen- Veränderung eine schlanke Figur erzielen.

Dass die Gene Übergewicht verursachen ist daher eindeutig ein Mythos!

 

Schlaf

SIS – Schlank im Schlaf ist grade absolut „in“ bei den Diätlern. Doch nur wer schläft, wird nicht schlank. Anders ist es allerdings bei der Aussage, dass Schlafmangel dick macht. Denn die Züricher Universität fand heraus, dass bei Schlafmangel die beiden Hormone Leptin und Ghrelin, die den Appetit regulieren sollen, verändert werden. Wer also weniger als sechs Stunden schläft steht öfter einer Heißhungerattacke gegenüber und hat zudem auch mehr Lust auf Nahrungsmittel, die viel Fett und Kohlehydrate enthalten als diejenigen, die ausreichend Schlaf bekommen.

Schlank im Schlaf ist daher in Mythos, dick ohne Schlaf dagegen ein Fakt!

 

Fruchtzucker

Viele Unternehmen werben für ihre Produkte wie Jogurt, Eis oder Weingummis mit Sprüchen wie „mit der gesunden Süße aus Früchten“. Doch zahlreichen Untersuchungen zu Folge ist Fructose (Fruchtzucker) schädlicher als Glucose (Traubenzucker), da diese langsamer abgebaut wird und zudem das Gefühl der Sättigung erst verzögert einsetzt. Bei einer erhöhten Aufnahme von  Fructose kann es sogar zu einer Mehr- Produktion von Fettgewebe kommen. Neuesten Untersuchungen der Universität von Kalifornien nach wird sogar der Bauchspeck, mit dem viel zu kämpfen haben. Hauptsächlich von der Fructose gefördert.

Fruchtzucker besser als Traubenzucker ist ein absoluter Mythos!

 

Diäten in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft nimmt Frau zu, ob sie möchte oder nicht. Das ist auch wichtig, denn das heranwachsende Kind benötigt eine Menge zusätzlicher Vitamine und Mineralstoffe, aber auch Kalorien. Auch darf das eigene Gewicht des Kindes nicht vergessen werden. Eine gesunde Ernährung in dieser Zeit sollte das A und O für jede werdende Mutter sein, eine gezielte Diät sollte dagegen vermieden werden. Denn ausschlaggebend für das Wachstum und das Gewicht des Kindes ist die Ernährung der Mutter. Verzichtet die Mutter nun auf vieles, so verzichtet auch das Baby und wird an Mangelerscheinungen leiden. Das kann sogar so weit führen, dass das Baby nach der Geburt deutlich schneller speichert und so ein Jo-Jo Effekt entsteht. Das kann zu Übergewicht oder auch Diabetes beim Kind führen.

Die Schwangerschaft als Zeit für eine Diät zu nutzen ist daher ein absoluter Mythos (sinnloses in sich hinein stopfen allerdings auch)!

 

Stress

Wer beruflich weiter kommen möchte, kennt ihn nur zu gut- Stress. Hat man seine Aufgabe nun aber erledigt, freuen sich viele auf ein Essen, „zur Feier des Tages“. Der Grund dafür ist ganz einfach: Bei Stress wird Adrenalin produziert und die Herzfrequenz und der Blutdruck erhöhen sich. Daraufhin wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, um den Wirkungen des Adrenalins entgegen zu wirken. Cortisol ist jedoch appetitanregend und genau das ist das Dilemma. Hilfreich kann es daher sein, anstatt direkt nach dem Stressabbau zu Essen, lieber erst einmal eine Runde spazieren gehen.

Dass Stress ein Dickmacher ist, ist daher ein Fakt!

 

Dinner – Cancelling

Bei dieser Art der Ernährung wird auf das Abendessen komplett verzichtet. Es muss eine Esspause von mindestens 14 Stunden entstehen, also wird die letzte Mahlzeit abhängig von dem Zeitpunkt des nächsten Frühstücks eingenommen. Stattdessen werden am Abend nur noch ungesüßte Getränke (Wasser oder Tee) eingenommen. Gedanke dahinter ist es, dass der Körper sich so erholen kann und Nahrung verdauen muss. Ergebnis ist, dass aber gerade in der Nacht Stoffe besonders gut verwertet werden können und nachts auch eher Fett eingelagert werden wird. Verzichtet man abends auf eine Mahlzeit, so ist das Ergebnis, dass Fettreserven schmelzen.

Dinner Cancelling ist daher ein Fakt!

 

Kalorien zählen

Das Essen erst genießen, nachdem man die enthaltenen Kaloriengezählt und sich damit selber klar gemacht hat, was man da gleich zu sich nehmen wird? Ja! Denn bei diesem Zählen wird auf nichts verzichtet werden müssen, sondern lediglich der individuelle Tagesbedarf an Kalorien darf nicht überschritten werden. Dieser liegt bei Frauen bei etwa 1900 Kalorien am Tag und bei Männern bei etwa 2400.

Kalorien zählen ist daher ein absoluter Fakt!