Diätunterstützendes Trainingsprogramm

Wer an Übergewicht leidet, sollte sich nicht alleine nur auf eine Diät verlassen, sondern auch noch zusätzlich ein sportliches Training absolvieren. Gesunde Ernährung, gegebenenfalls eine Ernährungsumstellung, kombiniert mit Sport sind die besten Voraussetzungen für ein gesundes und langes Leben.

Jeder muss für sich selber entscheiden, welche Diät die Beste für den eigenen Körper ist. Unabhängig davon,  ob zusätzlich zu Diätpillen oder Ernährungsdiäten á la FdH (Friss die Hälfte) oder Obstdiät gegriffen wird, eine sportliche Betätigung sollte immer die individuelle Diät unterstützen. Aber auch hier sollte nicht übertrieben werden. Denn wer ein paar Pfunde zu viel hat, belastet auch zusätzlich Muskeln, Bänder  und Gelenke. Ebenfalls muss auf das Herz – Kreislauf – System geachtet werden. Deshalb sind bei starkem Übergewicht jegliche Sprungaktivitäten oder langes Joggen zu vermeiden. Besser geeignet sind dann Yoga, Pilates, Walking, Schwimmen und Radfahren, da diese Sportarten gelenkschonend sind.

Mit einem systematischen Trainingsprogramm werden nicht nur Muskeln und Gelenke gestärkt, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Regelmäßige sportliche Betätigungen, kombiniert mit einer ausgewogenen Diät, sagen den unliebsamen Fettpölsterchen den Kampf an. Bei richtiger Anwendung werden die Pfunde nur so purzeln.

Trainingsprogramm für Anfänger

Am besten ist es, zwei bis drei Mal die Woche entweder Schwimmen, Radfahren oder Walken gehen. Die Zeit und das Tempo werden von Woche zu Woche langsam gesteigert. Ein Anfänger beginnt bei etwa 15 bis 20 Minuten an und kann sich dann allmählich bis zu einer Stunde und auch mehr hocharbeiten. Aber Vorsicht – nicht übertreiben! Im Winter oder an schlechten Tagen kann auch anstelle des Outdoor – Programms ein Yoga- oder Pilates Programm absolviert werden. Viele Fitnessstudios bieten entsprechende Kurse an.

Wer lieber ein Heimtraining durchführen will, ist mit Gymnastik- und Stabilisierungsübungen immer auf dem richtigen Weg. Sie stärken das Muskelgewebe, beugen Rückenschmerzen vor und machen zusätzlich eine gute Figur. Besonders die Problemzonen wie Bauch, Beine und Po werden wieder in Form gebracht. Ein optimales Trainingsgerät, das auch noch Spaß macht und die Motivation antreibt, ist ein großer Gymnastikball oder Physioball ab einer Größe von 55 Zentimetern. Hiermit lässt sich ein vielfältiges Diätunterstützendes Trainingsprogramm für Übergewichtige durchführen.

Physioball – Training zur Stärkung und Straffung der Muskulatur

„Rollen seitlich“

Rückwärts auf den Ball legen, so dass er sich zwischen den Schulterblättern befindet. Die Füße sind fest auf dem Boden und Beine, Hüfte und Rücken bilden eine Art Brückenposition. Die Arme werden seitlich ausgestreckt. Jetzt langsam so weit wie eben möglich seitlich über den Gymnastikball rollen. Die Arme bleiben dabei seitlich ausgestreckt. Wichtig ist, dass das Becken die ganze Zeit hochgehalten wird.

Zu Anfang wird diese Übung 6 x auf jeder Seite ausgeführt.

„Russischer Twist“

Rückwärts auf den Ball legen, so dass er sich zwischen den Schulterblättern befindet. Die Füße sind fest auf dem Boden und Beine, Hüfte und Rücken bilden eine Art Brückenposition. Die Arme werden nach oben hochgestreckt und die Handflächen zusammengeführt. Nun werden die gestreckten Arme von rechts nach links geführt, so dass mal die linke Schulter und dann die rechte Schulter auf dem Physioball aufliegen.

Zu Anfang wird diese Übung 4 – 6 x zu jeder Seite ausgeführt.

„Y – Übung“

Vorwärts gestreckt auf den Ball legen, sodass die Brust auf dem Ball liegt und der Rücken gestreckt ist. Die Arme werden von unten nach oben geführt und bilden in der Luft ein Y. Dabei werden die Schulterblätter nach hinten gezogen und die Arme gestreckt über Kopf gehoben.

Zu Anfang wird diese Übung 6 – 8 x ausgeführt.

„Gestrecktes Kreuz“

Vorwärts bäuchlings auf den Physioball legen, so dass sich der Bauchnabel in der Mitte des Balles befindet. Die Hände und Füße befinden sich in der Regel auf dem Boden, außer der Ball ist sehr groß. Jetzt abwechselnd ein gestrecktes Bein und dazu den gegengleichen Arm hochführen. Wieder runterführen und das Gleiche mit dem anderen Bein und gegengleichen gestreckten Arm ausführen. Darauf achten, dass eine vollkommende Körperspannung besteht.

Jede Seite 6 – 8 x anspannen.

„Anheben des Beckens“

Flach mit dem Rücken auf den Boden legen und die Füße auf den Ball heben. Der Körper muss dabei gestreckt sein. Nun langsam das Becken anheben, so dass nur Kopf, Schulter und Arme auf dem Boden liegen bleiben. Der Rücken bildet eine gerade Linie.

Zu Anfang wird diese Übung 6 – 8 x ausgeführt.