Diätformen

Mehr als 50 Prozent der Deutschen leiden an Übergewicht oder sind Adipositas gefährdet. Aus diesem Grund haben die Diäten bereits seit Jahren Hochkonjunktur. Doch es gibt zu viele, als dass man diese alle ausprobieren könnte. Ein kleiner Überblick über die bekanntesten kann aber dafür sorgen, dass man die für sich passende Diät finden kann.

Die Typ- Diät

Im Gegensatz zu vielen anderen Formen der Diät bezieht die Typ- Diät die persönlichen und individuellen Merkmale und Eigenschaften, aber auch die Vorlieben hinsichtlich der Nahrung und der Bewegung mit ein. Eingeteilt werden die Abnahme- Willigen in vier Kategorien die Psyche betreffend:

Der oder die Disziplinierte: dieser Typ verfügt über eine enorme Selbstbeherrschung, isst weder aus Gründen wie Geschmack/ Genuss oder Hungers, sondern lediglich, weil es an der Zeit zum Essen ist.

Der oder die Gelassene: aus der Ruhe bringen kann diesen Typen kaum etwas. Dieser Typ tröstet sich mit Gedanken wie „Abnehmen bringt ja auch Falten mit sich“ oder ähnlichem über das eigene Gewicht hinweg.

Der oder die Genießer/in: Diäten werden von diesem Typen kaum durchgehalten, da der Genuss das Leben bestimmt.

Der oder die Rasante: ständig unter Strom wird auch oft zu schnell und zu viel gegessen.

Hinzu kommen noch die Kategorien den Körperbau betreffend:

Der grazile Typ, dessen Stoffwechsel ständig in Betrieb ist

Der athletische Typ, dessen Körperbau muskulös und das Bindegewebe straff ist

Der stabile Typ, dessen kräftiger Körper mit sanften Rundungen (inkl. Fettpölsterchen und Cellulite) versehen ist

Der kurvige Typ, dessen Typ ein Mix aus dem stabilen und athletischen ist.

Jeder dieser Typen nun soll eine eigene Ernährungsform haben, welche aber leider nirgends einzusehen sind. Dafür aber dient dieses Prinzip den meist Frauen- Zeitschriften als Vorlage, wenn es um die Vermarktung einer neuen Diät geht.

Vorteile

Auch in der Wissenschaft werden zweierlei Typen unterschieden, weibliche Menschen, deren Körper die Form einer Birne aufweisen, eine schmale Taille besitzen und ein breites Becken haben und männliche Menschen, deren Körper eher an die Form eines Apfels erinnert und der über einen Fettansatz an Bauch und Taille klagt. Die weiblichen Menschen  nehmen in der Regel leichter ab als die männlichen. Um dennoch erfolgreich zu sein, kann das Wissen über den eigenen Diät- Typen dazu genutzt werden, einen individuellen Ernährungs- und Bewegungsplan aufzustellen.

Nachteile

Die Ermittlung, welcher Typ man selber ist, ist eher fragwürdig als in der Tat hilfreich. Letztendlich fehlen konkrete Tipps bezüglich einer gesunden Lebensweise komplett.

 

Low Carb

Low Carb kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „wenig Kohlehydrate“. So bestehen bei dieser Form der Diät die täglichen Mahlzeiten zu großen Teilen aus Milchprodukten, Fisch / Fleisch und Gemüse. Die wegfallenden Kohlehydrate (Brot, Kartoffeln, Nudeln etc.) werden durch Fette und Proteine ersetzt. Verschiedene Formen der Low Carb Ernährungsform geben verschiedene Prozentsätze der Kohlehydrate in der täglichen Ernährung an. Bei der ketogenen Diät etwa sollte der Anteil der Kohlehydrate bei null liegen. Die Atkins- Diät hingegen erlaubt zwar auch kaum Kohlehydrate, ist zudem aber auch noch sehr fett- und eiweißreich. Die South- Beach Diät kombiniert indes eine fettarme Ernährung mit kohlehydrat- reduzierter Ernährung.

Allerdings muss dazu gesagt werden, dass es sich bei Low Carb weniger um eine Diät, als vielmehr eine Nahrungsumstellung handelt, die langfristig durchgeführt werden sollte, um einen Effekt erzielen zu können.

Vorteile

Wer abnehmen möchte, kann das mit der Low Carb Variante ebenso gut schaffen wie mit der Low Fat Version, bei der statt auf Kohlehydrate auf Fett (weitestgehend) verzichtet wird.

Nachteile

Von Ernährungswissenschaftlern wird die Low Carb Diät als kritisch angesehen, da es sich um eine einseitige Form der Ernährung handle und durch das Weglassen der weniger Energie- besitzenden Kohlehydrate stattdessen Eiweiß und Fett, die eine deutlich höhere Energiedichte aufweisen, eingenommen werden.

Null-Diät

Die Null Diät wird auch totales Fasten genannt. Hierbei wird über eine längere Zeit keinerlei feste Nahrung aufgenommen, sondern lediglich kalorienarme Flüssigkeiten wie Wasser und Tee. Nahrungsergänzungsmittel könnten unter Umständen ebenfalls auf dem „Speiseplan“ stehen.

Vorteile

Auf der Waage sieht man schon nach wenigen Tagen eine Verbesserung.

Nachteile

Die Kohlehydrate, die zum Abbau von Fett benötigt werden, sind nach maximal drei Tagen bereits verbraucht. So werden die Muskeln abgebaut und in Kohlehydrate umgewandelt, so dass der künftige Energiebedarf wesentlich geringer als vorher. Hinzu kommt, dass sich der Stoffwechsel an die geringe Nahrungsaufnahme anpasst und in der darauffolgenden Zeit deutlich mehr Fett speichert, um eine etwaige weitere Hungerphase besser überstehen zu können. Daher ist der Jo-Jo Effekt bei der Null Diät unumgänglich.

Auch Folgen wie Müdigkeit und Schwäche (körperlich und geistig) sind unvermeidbar. Da keinerlei Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige lebensnotwendigen Stoffe aufgenommen werden, warnen Ärzte und Ernährungswissenschaftler vor dieser Art von Diät.